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Kopfschmerzen sind ein fast alltägliches Problem. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leiden zumindest zeitweise unter Kopfschmerzen. Einige plagen sich sogar mit chronischen Kopfschmerzen. Übelkeit, Schwindel, Seh- und Sprachstörungen können unliebsame Begleiterscheinungen sein. Doch Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Wissenschaftler haben
165 verschiedene
Kopfschmerztypen definiert, wobei Spannungskopfschmerzen und Migräneattacken für rund 92 Prozent der Kopfschmerzen verantwortlich sind. Sie verursachen im Durchschnitt jeweils mehr als 30 Erkrankungstage pro Jahr.
 

  Am häufigsten betroffen sind Menschen mittleren Alters (20 bis 40 Jahre), die schreibend-sitzenden Beschäftigungen nachgehen. Gelegentlich auftretende Spannungskopfschmerzen werden von den Betroffenen vor allem in Schläfe, Stirn und Nackenbereich erlebt. Die Attacken können von wenigen Minuten bis im schlimmsten Fall mehrere Tage andauern und werden als pressend, drückend oder ziehend empfunden. Die Schmerzen werden als "Gewicht, das auf dem
Kopf lastet", als "enges drückendes Band um den Kopf" oder als "dumpfes, leeres Gefühl" beschrieben.

Über die Entstehung dieser Kopfschmerzen ist relativ wenig bekannt. Der Schmerz wird über freie Nervenendigungen (Schmerzsensoren) in den Blutgefäßen und im feinen Bindegewebe an der Hirnoberfläche vermittelt. Das Hirngewebe selbst ist schmerzunempfindlich. Möglicherweise rufen Schmerzmediatoren eine Art Entzündung der Nerven hervor, die sich auf die Hirnhautgefäße überträgt.

Zu typischen Auslösern gehören Verspannungen der Muskulatur im Kopf-, Schulter- und Nackenbereich. Aber auch Stress, Wetterwechsel, falsche Ernährung oder erhöhter Alkoholkonsum können Auslöser sein. Primäre Kopfschmerzen gelten als eigenes Krankheitsbild, das direkt behandelt werden kann. Sekundäre oder symptomatische Kopfschmerzen sind dagegen das Symptom einer anderen Erkrankung, die vorrangig behandelt werden muß. Wenn Kopfschmerzen ohne erkennbaren Grund länger anhalten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.