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Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure
Wie wirkt Acetylsalicylsäure?
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Bereits vor rund 2.500 Jahren behandelte Hippokrates, der Urvater aller Ärzte, Schmerzen und Fieber erfolgreich mit dem bitteren Extrakt der Weidenrinde. Dieser Extrakt enthielt einen hohen Anteil an Salicylsäure, der Urform des heutigen Aspirin®. Seitdem wurde Salicylate und später die weiterentwickelte Acetysalicylsäure erfolgreich in der Schmerztherapie eingesetzt.

Der genaue Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure wurde aber erst vor ungefähr dreißig Jahren durch Sir John Vane entdeckt. Acetylsalicylsäure hemmt die Synthese
von körpereigenen Stoffen, den Prostaglandinen, die u.a. Schmerzzustände auslösen und verstärken können. Zeitgleich wurde auch die Hemmung der Prostaglandinsynthese in den Blutplättchen (Thrombozyten) durch Acetylsalicylsäure entdeckt, durch die ein vermehrtes Zusammenballen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) verhindert wird.

Damit erweiterte sich das Anwendungsspektrum auf die Herz- und Schlaganfallprophylaxe und Therapie, wobei Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung in Aspirin® Protect zur Vorbeugung von Reinfarkten, Thrombosen und nach gefäßchirurgischen Eingriffen empfohlen wird. Neuere Studien weisen sogar auf einen potentiellen prophylaktischen Effekt bei der Entstehung von Krebs hin.