Kontakt | Sitemap | English
Home Interessante Themen Produkte News und Events
Interessante Themen
Schmerz
Schmerz als Warnsignal
Wie entsteht Schmerz?
Schmerzarten
Vorbeugen und Risikofaktoren
Behandlung
Links
Bayer Links
Bayer.com
Consumer Care
BayNews




Unser körpereigenes Warnsystem ist überall im Körper verteilt und ungeheuer schnell. Hauptakteur ist unser Nervensystem. Ein gigantisches Kommunikationssystem, ähnlich einem weitverzweigten Telefonnetz, mit dem Gehirn als Schaltzentrale und dem Rückenmark als zentraler Leitungsbahn. Die von vielen Zellen gebildeten feinen Nervenfasern führen wie einzelne Telefonleitungen ins Rückenmark und wieder hinaus. Informationen werden in Form von elektrischen Impulsen mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit weitergegeben.

Rund drei Millionen Schmerzsensoren, die sogenannten
Nozizeptoren, sind an freien Nervenendigungen im Körper verteilt. Sie befinden sich überwiegend in der Haut und sorgen dafür, daß unserem Gehirn keine schädigende Wirkung von außen verborgen bleibt. Aber auch "körpereigene Betriebsstörungen", wie eine Entzündung, werden durch Nozizeptoren, die an Muskeln, Knochen, Blutgefäßen und Eingeweiden sitzen, sofort gemeldet.

Nozizeptoren nehmen direkte Schmerzreize, die chemischer, thermischer, mechanischer oder elektrischer Natur sein können, auf und leiten sie über Nervenbahnen an die "Zentrale" Gehirn weiter. Dort werden sie sofort verarbeitet und weitergeleitet. Über die ableitenden Nervenfasern des Rückenmarks geht der Befehl zur entsprechenden Gegenreaktion an den Ort des Geschehens.

Unser Körper unterstützt die Schmerzleitung und -wahrnehmung, indem er bestimmte Schmerzmediatoren freisetzt, die die Nozizeptoren für weitere Reize sensibilisieren. Zusätzlich werden am Ort des Geschehens bestimmte schmerzverstärkende Substanzen gebildet, die Prostaglandine. Prostaglandine sind kurzlebige, lokal wirkende Hormone, die Schmerzzustände auslösen und verstärken können. Sie fördern Entzündungen und Fieber.

Grundlage aller entzündlichen, schmerzlichen und fiebrigen Reaktion ist meist eine Reizung oder Schädigung einzelner Zellen. Dies kann durch mechanische, thermische oder chemische Reize geschehen. Zellwände bestehen größtenteils aus fettsäurereichen Substanzen, wobei die Arachidonsäure am häufigsten vorkommt. Sie gilt als wichtigste Vorstufe der Prostaglandine. Die Freisetzung von Arachidonsäure aus den Zellwänden führt zu einer rasanten Bildung von Prostaglandinen. Entzündungszellen eilen an den Ort des Geschehens. Die lokale Durchblutung wird erhöht und Schmerz-, Entzündungs- und Fiebermediatoren treten in den Blutkreislauf. Neben dem Schmerz gehören Rötung, Schwellung, lokale Überwärmung und eventuell Fieber zu den typischen Symptomen einer Entzündung.